Lukas Lögler

Wie wir lesen wollen

Schrift ist eine der größten Erfindungen der Menschheit. Ihr Trägermedium hat sich in den letzten 5000 Jahren stetig weiter entwickelt. Von eingeritzten Tontafeln, über Papyrus und Pergament bis hin zum gedruckten Wort auf Papier und schließlich digital. Historisch betrachtet befindet sich die letzte Transformation der Schrift in einem sehr jungen Stadium, weswegen Kritik an der bisherigen Überführung von Schrift auf Bildschirmen zwar berechtigt und angebracht scheint, jedoch wenige Lösungsvorschläge und Alternativen bietet. Diese Arbeit zeigt sowohl positive als auch negative Entwicklungen der Digitalisierung auf, bestätigt die Relevanz des Buches als elementares Kulturgut, weisst aber auch auf die Möglichkeiten und Innovationen hin, die uns das digitale Zeitalter beschert hat. Weiter zeigt die Arbeit auf, wie mit Hilfe der multisensorischen, virtuellen Realität, die Wirklichkeit sinnvoll mit einem digitalen Mehrwert anreichern kann um unsere Art zu lesen, zu schreiben und letztendlich zu denken, angemessen und würdig in ein neues digitales Zeitalter überführen kann. Dafür wird ein Manifest mit Anforderungen vorgeschlagen, das für diese Transformation unabdingbar und notwendig ist.

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Betreuer:
Prof. Jo Wickert
Prof. Brian Switzer

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