Florian Hoffmann

Bleilaus —Zwiebelfisch
Neue Produktions-methoden für analoge Schriften

Der Hochdruck und mit ihm auch der Handsatz ist mit seiner über 500jährigen Geschichte nicht nur die älteste Drucktechnik der Welt sondern durch den Gebrauch von Bleibuchstaben bis in die 1970er Jahre hinein auch die am längsten benutzte. Wie aber wurden die Buchstaben dafür hergestellt? Dieser Frage widmete ich mich im vorherigen Semester. Es stellte sich heraus, dass die Produktion von Schriften im Kern immer gleich blieb, aber die verschiedenen Schritte immer wieder von neuen technischen Entwicklungen beeinflusst wurden. Heutzutage gibt es in Europa nur noch einen einzigen Schriftgießer. Zeitgleich erfahren analoge Kreativtechniken eine Renaissance – so auch der Hochdruck, auch Letterpress genannt. Aber auch im Studium sollte der Umgang mit dem Handsatz eine Rolle spielen, da er angehenden Typograf*innen im wahrsten Sinne ein Gespür für Schrift vermittelt, das auch die digitale Arbeit mit Schrift beeinflusst. So ist das Ziel der Arbeit, Produktionsmethoden zu finden, die fern der Massenfertigung erlauben, Handsatzlettern herzustellen; sei es für die eigene kleine Hochdruckwerkstatt, innerhalb der Fakultät oder der Berufsschule. Last but not least soll die Arbeit auch der stärkeren Verbindung zwischen dem Studiengang Kommunkationsdesign und dem Open Innovation Lab der HTWG Konstanz dienen, indem sie aufzeigt, welche Möglichkeiten Studierende haben, kreative Ideen außerhalb der eigenen vier Wände umzusetzen. Daher werden möglichst alle Methoden mit Hilfe von Geräten des Open Innovation Lab (OIL) umgesetzt.


Betreuer:
Prof. Brian Switzer
Prof. Jochen Rädeker

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