Milena Schilling

macht mann.

Wir leben in einer Individualgesellschaft, in der so viel Gleichberechtigung wie noch nie erreicht zu sein scheint, und jeder danach strebt, die eigene Identität frei auszuleben. 
Die fotografische Arbeit „macht mann.“ setzt sich mit dem Phänomen auseinander, dass in unserem heutigen Kulturkreis Männer, die „Frauenkleidung“ tragen, weiterhin erstaunlich viel Aufmerksamkeit erregen, während es für Frauen seit den 1920er-Jahren selbstverständlich geworden ist, typische Männerkleidung zu tragen. 
Mit dem Einsatz subtiler wie auch expressiver Merkmale von „Frauenkleidung“, der Art, diese am Körper zu tragen, und Modellen verschiedensten Alters durchbricht das Fotoprojekt die Kleidungskonventionen der Männer um sie damit wiederum zu beleuchten. 
Im Vorgehen wurde nicht auf ein vorab ausgearbeitetes Konzept gesetzt, sondern auf einen experimentell forschenden und offenen Prozess, der zu verschiedenen Erkenntnissen – auch durch die Reaktionen des Umfelds – , methodischen Phasen und Ausdrucksformen führte. 
„macht mann.“ will dazu anregen, die Geschlechtsgrenzen, die Kleidung heutzutage zieht, für sich selbst zu hinterfragen, denn „weder Farben noch Kleidungsstücke haben ein Geschlecht. Die geschlechtliche Zuweisung ist eine kulturelle und eine historische“. (Dr. Gundula Wolter)

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Betreuer:
Prof. Valentin Wormbs
Prof. Karin Kaiser

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