Lukas Letsche

Methoden für die visuelle Gestaltung

Führen unterschiedliche Vorgehensweisen zu unterschiedlichen Ergebnissen? Die Thesis untersucht anhand der Dokumentation eines Selbstversuchs, welche Methoden für die visuelle Gestaltung zu wie vielen Entwürfen führen, wie diese zu bewerten sind und wie viel Zeit dafür benötigt wird. Zudem wird der Entwurfsprozess dokumentiert; was fällt auf, welche Programme, welche Werkzeuge werden genutzt und wie viele Gläser Wasser getrunken. Die Entwurfsmethoden werden in fünf Kategorien aufgeteilt: Inspiration, Rhythmus,Instrument, Inhalt und Experiment. Dabei geht es um Methoden, die das Entwerfen selbst betreffen, z. B. „Mache 100 Entwürfe in einer Stunde“ (Rhythmus), Nutze ausschließlich eine Form“ (Inhalt) oder „Der Boden ist Lava“ (Experiment). Eine Auswahl der Methoden werden in dem Selbstversuch an zwei realen Formaten angewendet: Ein Plakat für eine Ausstellung und ein Plattencover für ein Musikalbum. Dabei wird versucht das Potential moderner Computerprogramme in Animation und 3D zu nutzen, um gegenwärtige Möglichkeiten der Inszenierung von grafischen Arbeiten voll auszuschöpfen. Um die Methoden auch an weiteren Probanden zutesten, wird das Format von @PlaPlaPlakat (PPP) genutzt und die Methoden werden in einem Workshop getestet. PPP gibt dabei jedem Designstudenten die Möglichkeit, mit einer definierten Entwurfsmethode für ein bestimmtes Wort ein Plakat zu entwerfen. Die Teilnehmer werden nach der Einsendung ihres finalen Entwurfs zu dessen Prozess befragt, um herauszufinden, wie viel Zeit benötigt wurde, wie viele Entwürfe in dieser Zeit entstanden sind und wie diese zu bewerten sind. Alle Daten werden dokumentiert und schließlich ausgewertet, um Aufschluss darüber zu geben, welche Entwurfsmethoden Vorteile und Perspektiven dem Gestalter bieten.

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Betreuer:
Prof. Jo Wickert
Prof. Dr. Volker Friedrich

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