MA
Sophie
Mehlhart

Zugegeben, es ist schon etwas merkwürdig, einen Text über sich zu schreiben, zumal mir gerade wirklich nichts Nennenswertes einfallen möchte … Ich stamme ursprünglich vom bayerischen Meer und bewarb mich fürs schwäbische Meer, frei nach der Devise »Eine Bewerbung oder keine«. Hat schließlich ganz gut geklappt, und die Zeit ist leider schon wieder vorbei. Ich habe eine große Faszination für Prozesse, Methoden, Konzeptentwicklung, Strategisches Design und Corporate Design. Wenn es um Gestaltung geht, bevorzuge ich eine klare Formsprache, die mit Details überrascht. Getreu dem Motto unser diesjährigen Werkschau sehe ich Kommunikationsdesigner als Brückenbauer.

Abschlussarbeit
Design und Methode
Wie designen Designer? Welche Prozesse spielen sich im Design ab? Welche Methoden werden im Design angewendet, und warum? Nachdem die Designtheorie lange Zeit ein Schattendasein fristete, obwohl einige Autoren in der Mitte des 20. Jahrhunderts durchaus eine solide Diskussionsbasis bereitet hatten, widmen sich Publikationen der letzten Jahre wieder vermehrt den theoretisch-methodischen Grundlagen des Designs. Dabei kann im Design nicht von einer einzelnen Vorgehensweise oder Methodik gesprochen werden. Wie ein Designer Dinge plant, entwirft, konstruiert und gestaltet, ist von großer Relevanz, jedoch bisher nur unzureichend theoretisch erforscht. Die Arbeitsschritte, die während eines Designprozesses gesetzt werden, und die Methoden, die dabei angewendet werden, laufen nicht selten unbewusst ab. Komplexer werdende Probleme und die verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit, besonders im Bereich Kommunikationsdesign, erfordern jedoch Transparenz und eine intensive Auseinandersetzung. Methoden im Sinne von planbaren Techniken sind Hilfsmittel zur strategischen Informationsgewinnung und können Wege zur Problemlösung aufzeigen. Gerade in der designerischen Ausbildung fördern Methoden die Reflexion der eigenen Arbeit und verringern die Unsicherheit im Umgang mit komplexen Problemstellungen. Die Masterarbeit beinhaltet sowohl eine Auseinandersetzung mit theoretisch-methodischen Grundlagen im Design, als auch die Erarbeitung eines Methoden-Werkzeugs zur Anwendung in der Designpraxis. »Wo ist das Problem?« ist ein in kompaktes Methodenset für Designer. Es vereint 47 bewährte Methoden, die Impulse für ein besseres Designergebnis liefern.