BA
Annina
Schepping

Morgens trifft man sie bei einem Espresso und guten Gesprächen beim Italiener ihres Vertrauens. Danach geht es, je nach Wochentag und Jahreszeit, weiter an den gewohnten Badeort, die Hochschule oder in Konstanz’ beste griechische Taverne. Sollte sie an diesen Orten nicht zu finden sein, sitzt sie mit großer Wahrscheinlichkeit bei einem guten Kriminalhörspiel zwischen ihren 30 Kakteen in ihrer Wohnung oder bei einem Kartenspiel in einer der Konstanzer Weinstuben und Bars. Annina ist süchtig nach dem Geruch von frisch gedruckten Büchern und Magazinen, sie liebt neue Herangehensweisen, analoges Experimentieren und den kreativen Austausch mit anderen. Und genau deshalb sitzt sie nun hier mit ihrer Freundin Constanze und einem (fast) fertigen Magazin… Wie man Rosenkohl richtig zubereitet: Entfernen Sie die äußeren Blätter so lange, bis nichts mehr vom Kohl übrig bleibt. Anschließend werfen sie die Blätter in den Biomüll. Zack, fertig, Rosenkohl.

Abschlussarbeit
or – the magazine for contemporary talent
Art or culture, linguistic or visual, kitsch or normcore. Das or-Magazine ist ein halbjährlich erscheinendes, bilinguales Kunst- und Kulturmagazin. Im jährlichen Turnus behandelt es jeweils zwei gegensätzliche Themen und setzt diese inhaltlich und gestalterisch in Kontrast zueinander. Für die Abschlussarbeit wurden die ersten beiden Ausgaben des Magazins kuratiert und gestaltet, wobei Ausgabe #1 das Thema »Kitsch« behandelt und Ausgabe #2 sich mit dem Begriff »Normcore« auseinander setzt. or bietet Kreativen aus unterschiedlichen Bereichen eine Plattform für ihre Arbeiten und verfolgt einen interdisziplinären Austausch. Es richtet sich an junge Kreative mit einer avantgardistischen Grundhaltung und hat den Anspruch, dem Leser Einblick in andere Kreativbereiche zu bieten und ihm als Inspirationsquelle für das eigene Schaffen zu dienen. Neben Titelstories, Kommentaren, Portraits sowie Fotostrecken experimentiert die Rubrik »etcetera« fächerübergreifend mit dem Thema der jeweiligen Ausgabe. Nach dem Konzept der »stillen Post« werden hier kreative Köpfe aus verschiedenen Bereichen und Ländern eingeladen, basierend auf der Arbeit ihres Vorgängers etwas Neues entstehen zu lassen. Es entwickelt sich ein kreativer Kreislauf, in dem man, unwissend um das Ergebnis, sich selbst und andere inspirieren (lassen) soll. Um zu zeigen, dass da, wo man den Schluss vermutet, eigentlich gar keiner ist.