BA
Alissa
Beer

Zwischen Weinreben groß geworden, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gereift und schließlich dort gelandet, wo andere nur Urlaub machen. Alissa – geschrieben mit zwei »s«, gesprochen mit einem »s« – fiel zwar nicht wie Alice ins Wunderland, aber fand sich trotzdem in einer neuen Welt wieder. Eine Welt, in der nicht nur normale Räume eine Rolle spielten, sondern auch Zwischenräume und Weißräume. Eine Welt voller Ablichtungen, Siebe und Druckträger, aber auch Bewegtbild, 3D-Druck und virtueller Realität. In der Stadt des Karnevals mischte Alissa ihre neue Welt mit viel Methodik und Strategie, bevor sie mit einem grünen Spielzeugsoldaten und schwarzer Katze um die Häuser zog. Auf der Suche nach neuen Abenteuern am See begab sich Alissa auf den Mount Konstanz, um dort neue Buchstaben kennenzulernen – kyrillische Buchstaben, entzückende Buchstaben wie das »å« und neue Buchstabenkombinationen aus dem Land der Pizza und Pasta. Mit frischen 24 geht die Zeit am See langsam zu Ende, aber bis dahin findet ihr sie in Jason-Aldean-Musik versunken, im Tuch hängend oder Granola vespernd vor.

Abschlussarbeit
Mit Händen und Füßen – Schwanger in Deutschland
»Der alte Arzt spricht Lateinisch, der junge Arzt Englisch, der gute Arzt spricht die Sprache des Patienten.« (Ursula Lehr) Der Ausländeranteil in Deutschland steigt seit 2009 stetig an. Dies bedeutet sowohl einen Anstieg der fremdsprachigen Ärzte als auch der Patienten ohne deutsche oder englische Sprachkenntnisse. Die Arzt-Patienten-Kommunikation muss sich hiermit ganz neuen Herausforderungen stellen. Die Bachelorarbeit »mit Händen und Füßen – Schwanger in Deutschland« richtet den Fokus auf Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten für schwangere Migrantinnen: Welche Materialien bzw. Möglichkeiten gibt es bereits? Wie stehen die Deutschen zum Thema Schwangerschaft? Wie beurteilen Experten die Ausgangslage? Ziel der Bachelorarbeit war es, herauszufinden, welche Anforderungen Informations- und Kommunikationsmaterialien für schwangere Migrantinnen erfüllen müssen. Daraus wurden anschließend Produkte entwickelt, die diesen Anforderungen entsprechen. Entstanden ist unter anderem eine mehrsprachige App, die schwangeren Frauen hilft, wichtige Anlaufstellen in ihrer Nähe zu lokalisieren, bürokratische Hürden zu nehmen, sich über Schwangerschafts-Fachwörter zu informieren, andere Kulturstandards kennenzulernen und auch Kontakte zu anderen Schwangeren zu knüpfen. Die App ist kostenfrei und wird online auf einer Website gemeinsam mit den anderen Produkten beworben. Weitere Produkte sind länderspezifische Mutterpasshüllen. Diese wurden entwickelt, um dem bürokratischen, dennoch emotionalen Dokument einen heimatlichen Touch zu verleihen. Gleichzeitig beinhalten sie Informationen über Sprachkenntnisse, Geburtswünsche und Geburtstraditionen aus der Heimat. Die individuelle Optik der Mutterpasshüllen wurde außerdem für Marketing-Plakate verwendet, um auch Zielpersonen zu erreichen, die keine Möglichkeit haben, sich online zu informieren.